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„Kompletter Beratungsprozess ohne Medienbrüche“


19.02.2014  |  Interviews,

Der Maklerpool Jung, DMS & Cie. hat seine IT-Lösung „World of Finance“ (WoF) einem umfangreichen Relaunch unterzogen. Was kann das System und wie profitiert der Makler? JDC-Vorstandsvorsitzender Dr. Sebastian Grabmaier nimmt Stellung.
 
VSP: Die Plattform „World of Finance“ gibt es schon seit zehn Jahren. Was haben Sie verändert?
Grabmaier: Wir haben zunächst die Makler befragt, wie sie unsere Plattform nutzen und die wichtigsten Anwendungen und Anforderungen erfasst. Vor allem die Kundenverwaltungsfunktionen sind nun deutlich optimiert. Alles ist interaktiv, der Makler kann nun direkt vom Kunden in die Beratertools springen. Das Highlight ist die Usability, das System ist ohne große Erklärung intuitiv erlernbar. Die komplette Oberfläche läuft online auf allen mobilen Endgeräten. Auch auf dem iPhone/ iPad mit Touch-Funktionalität.
 
VSP: Gibt es einen speziellen Kundenzugang mit Zugriff auf die wichtigsten Daten des Kunden?
Grabmaier: Wie in der alten WOF gibt es einen Kundenzugang, den wir im Laufe des Jahres erneuern werden, sodass wir dann ein neues Kunden-Login anbieten können. Derzeit gestalten wir mit der Software-Firma 1blick einen elektronischen Kundenordner. Dort wird der Kunde seine komplette Versicherungsdokumentation im PDF-Format archiviert wiederfinden.
 
VSP: Wie haben Sie das Problem des Datenimportes vom Versicherer in die WOF gelöst?
Grabmaier: Bei den meisten Versicherern erfassen wir die Antragsdaten und der Versicherer spielt dann den gesamten Datensatz zu uns. Es war schon in der alten „World of Finance“ Standard, sämtliche  Daten auf den Kunden bzw. Vermittler aggregiert anzuzeigen. Zusätzlich scannen wir bereits jetzt alle Dokumente und hinterlegen die Daten. Der Clou des  neuen Kundenportals ist eine moderne Datenerkennungssoftware, die PDFs und auch von Kunden an uns gesendete Handyphotos der Versicherungskorrespondenz ausliest und unsere vorprogrammierten Datenfelder automatisch ausfüllt. So liegen sämtliche Informationen elektronisch vor und wir müssen nicht von Hand nacharbeiten. Die Korrespondenz, die über uns läuft, zeigen wir ohnehin zusätzlich an.
 
VSP: Was können die Versicherer tun, um den Datenaustausch mit Pools und Maklern zu verbessern? 
Grabmaier: Die Datenformate sollten möglichst identisch sein. Wenn ein Versicherer mehrfach im Jahr sein Datenformat ändert müssen jedes Mal Schnittstellen umgebaut werden. Stetig, aber immer noch zu langsam setzt sich die BiPRO-Norm als Standard für den Datenaustausch zwischen Pool und Versicherungsunternehmen durch. Wir freuen uns über jeden weiteren Versicherer, der sich mit uns über die BiPRO-Norm verständigt.
 
VSP: Bei welchen Prozessen unterstützt die WOF?
Grabmaier: Wir haben alle Prozesse implementiert, die ein Makler benötigt. Von der Tarifierung, Angebotserstellung, Antragstellung, der Verwaltung von Kunden, Verträgen und Produktgebern bis hin zur Erstellung von individualisierbaren Beratungsprotokollen und der automatisierten Erstellung der Makleraufträge sowie der Vermittlerabrechnung.
 
VSP: Kann eine strukturierte Vermittlerabrechnung für Vertriebe abgebildet und erstellt werden?
Grabmaier: Das Abrechnungssystem der Jung, DMS & Cie.  ist schon lange in der Lage, die üblichen Vermittlerstrukturen, etwa Einheiten, Stufen, Bürokostenvorschüsse und alles andere abzubilden, was ein Vertrieb benötigt. Durch unsere langjährige Erfahrung mit  strukturierten Abrechnungen gewinnen wir im Wettbewerb viele der Vermittler und Vertriebsgruppen, die sich anderswo abspalten. Ab dem nächsten Release sieht  unser System zudem ein Workflow-Management vor, also Tätigkeitsübersichten für die angeschlossenen Vermittler. So sieht der Einzelne oder auch seine Führungskraft, wenn er morgens seinen Computer einschaltet, gleich, bei welchem Kunden zum Beispiel noch ein Antrag nachzuarbeiten ist oder noch eine Unterschrift fehlt.  Stornowarnungen und ähnlich wichtige Vorgänge sind natürlich heute schon standardmäßig hinterlegt. 
 
VSP: Kann ein Vermittler ohne Medienbruch von der Tarifierung bis zum Abschluss eines Versicherungsvertrages alle Schritte durchführen?
Grabmaier: So ist es. Vorausgesetzt, die Daten werden vollständig und
sauber übergeben, kann der Makler alles Weitere aus der Plattform heraus anstoßen. Stammkundenangaben werden direkt in die Anträge oder Transaktionstools übernommen. Bei vielen Versicherern sind unterschriftsfreie Online-Abschlüsse oder elektronische Signaturen möglich, die einen papierhaften Prozess überflüssig machen.
 
VSP: Welche Bestandsauswertungen können vorgenommen werden?
Grabmaier: Alle möglichen, die neue World-of-Finance sieht eine umfassende Verknüpfung von Kunden- und Produktdaten vor, so dass leicht gesucht und gefiltert werden kann.  Zusätzlich bestehen verschiedenste Möglichkeiten der Dokumentation und der Erstellung von Vertragsübersichten oder Performanceberichten. Darüber hinaus haben wir diverse Berechnungstools und Vergleichsrechner in die Software implementiert, so dass der Ist-Bestand stets optimiert werden kann. Makler können unter anderem die Angebote von Softfair, Franke & Bornberg, Fundsaccess, FVBS und Morgen & Morgen nutzen und bald auch die neuartige Beratungstechnologie DEFINO.
 
VSP: Was ist künftig geplant?
Grabmaier: Wir arbeiten schwerpunktmäßig an der Verknüpfung zwischen der CRM und dem Frontend, damit sich die Kommunikation zwischen den Maklern und unserem internen System verbessert. Zum Beispiel soll der Makler bei einer Bestandsübertragung künftig verfolgen können, wie dieser Prozess verläuft. Unsere Korrespondenz mit dem Versicherer dauert in so einem Fall bis zu sechs Wochen. Derzeit führen wir zudem mit DEFINO die erste mit einem Deutschen Industriestandard versehene Beratungslogik ein. Außerdem soll, wie erwähnt, das Kundenportal verbessert werden.
 
VSP: Inwieweit?
Grabmaier: Der Kunde soll künftig einen elektronischen Versicherungsordner im Netz erhalten und im Kundenportal die volle Internetverfügbarkeit nutzen können. Das heißt, er soll etwa zusätzlich auch seine Bankkonten dort abbilden können, aber auch auf alle Vergleichsrechner zugreifen können, die er im Internet und bei externen Versicherungsportalen findet. Wir glauben, dass diese Transparenz nicht schadet, denn wenn der Kunde Fragen hat, kann er auf seinen Berater zugehen. Das Portal schafft so eine Win-Win-Situation für beide Seiten.
 
Foto: Jung, DMS & Cie

von Oliver Lepold Zurück zur Newsübersicht

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