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BCA: „Von Beratungsresistenz der Makler kann keine Rede sein“


12.06.2014  |  Interviews,

Rund 7.000 Makler arbeiten mit dem IT-Konzept der BCA. VSP befragt BCA-Vorstand Dr. Jutta Krienke zum neuen Marketing-Servicetool und zu den Funktionen des hauseigenen Softwarekonzepts BCA Business Plus für Makler.
 
VSP: Sie haben auf der POOLS & FINANCE ein neues Servicetool „Marketing plus“ vorgestellt. Was leistet es?

Jutta Krienke: Nicht mehr und nicht weniger als Profimarketing auf Knopfdruck beziehungsweise per Mausklick. Das in Business plus integrierte Marketing plus ermöglicht BCA Partnern die Planung und den Einsatz unterschiedlichster Marketingmaßnahmen und Werbeträger vom PC aus. Ohne eine kostenintensive professionelle Werbeagentur beauftragen zu müssen.
 
Das Angebotsspektrum beginnt bei der persönlichen Geschäftsausstattung, etwa mit Visitenkarten, und reicht bis hin zur kompletten Plakat- und/oder Anzeigenkampagne. So kann sich der Makler beispielsweise alle Großflächen in seiner Region nicht nur auflisten lassen, sondern sogar die Standorte visuell überprüfen und für die gewünschten Dekaden, also 10-Tages-Perioden, buchen. Erweitert er die Plakatwerbung parallel durch Anzeigenschaltungen, beispielsweise in den regionalen Tageszeitungen, hat er beste Chancen, seine Zielgruppe in seinem Umfeld auf sich aufmerksam zu machen. Und das alles ohne Wälzen umfangreicher und verschiedener Anbieterunterlagen, in einem einzigen Online-Shop wie von ebay oder amazon gewohnt.

VSP: Bei welchen Marketing-Services benötigen Makler verstärkt Hilfe?

Krienke: Marketing ist heute unverzichtbar, auch für kleinere Unternehmen wie Finanzmaklerbüros. Will man nicht ganz schnell vom lokalen Wettbewerb überholt werden, muss man bei seiner Zielgruppe,  Anlegern und Versicherungsnehmern, Präsenz zeigen und permanent an der Neukundengewinnung arbeiten. Das geht natürlich besonders eindrucksvoll mit den genannten Werbeträgern und -medien. Genauso wichtig sind dann aber auch professionelle Unterlagen für das Verkaufsgespräch und entsprechende Maßnahmen für die Kundenbindung. Auf all den genannten Einsatzfeldern wünschen sich die Vermittler zunehmend Unterstützung durch ihren Pool.

VSP: Wie hoch ist der Individualisierungsgrad? Wie ‚beratungsresistent’ sind Makler in Sachen Marketing?

Krienke:
Von Beratungsresistenz kann keine Rede sein. Nur hat lediglich ein kleiner Teil der Vermittler in puncto Marketing unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten. Je breiter das Marketingkonzept oder der -plan angelegt ist, je vernetzter die Maßnahmen eingesetzt werden sollen, je kreativer und individueller alles sein soll – desto mehr Geld muss man auch üblicherweise in die Hand nehmen. Die automatisierten Prozesse und die umfassende einheitliche Datenbasis von Marketing plus tragen hier viel dazu bei, alles im Rahmen zu halten. Wobei es beim Individualisierungsgrad kaum Grenzen gibt. Die persönlichen Gestaltungsmöglichkeiten mit Kontaktdaten, Logo, Firmenfarben, bis hin zum individuellen Fotoshooting durch Profi-Fotografen setzen branchenweit neue Standards.

VSP: Was ist das Alleinstellungsmerkmal Ihres Software-Konzepts für Makler?

Krienke: BCA Business plus verstehen wir als einzigartig komplette und durchgehende Abbildung aller Geschäftsprozesse für den umfassend aufgestellten Makler, der – gemäß Gewerbeanmeldung – sowohl offene Immobilienfonds, Beteiligungen mit allen namhaften Plattformen, als auch alle Versicherungssparten mit diversen Vergleichern und Analyseprogrammen anbieten und für alle Kundenprofile darstellen möchte. Nicht zuletzt sei in diesem Zusammenhang auch auf unseren Bausparpool mit Bauspar- und drei Baufinanzierungs-Plattformen hingewiesen. Unser Software-Konzept umfasst weiterhin die klare Zuordnung nach Makler- bzw. Mehrfachagentenstatus und natürlich abgestimmte Beratungsprozesse für vertragliche gebundene Vermittler der BfV Bank für Vermögen AG. Last but not least – wir haben viele Makler, die auch in ländlichen Gebieten niedergelassen sind – ist unsere Software off- wie online nutzbar.
 
VSP: Gibt es einen speziellen Kundenzugang mit Zugriff auf die wichtigsten Daten des Kunden?

Krienke: Für die Realisierung von Endkundenzugängen auf den Websites von BCA Partnern wurden entsprechende Module wie beispielsweise eine Online-Depoteinsicht zur Einbindung angeboten. Dieses System wird derzeit auf den neuesten Stand gebracht. Auch den „Online-Versicherungsordner“ für Versicherungskunden halten wir für ein wichtiges Thema, das wir uns ebenfalls vorgenommen haben.

VSP: Gibt es BiPRO-Schnittstellen?

Krienke:
Ja, wir sind von Beginn an in der Initiative BiPro aktiv und gestalten die Weiterentwicklungen der diversen Normen sehr engagiert mit. Derzeit kann die BCA zu allen Versicherungsunternehmen, die selbst dazu fähig sind, BiPro-Normen abbilden: Das sind derzeit fünf. Gute Beispiele sind die BiPro-Norm der Tarifierung, Online-Antrag und –Abschluss oder auch – nach dem Abschluss – sich direkt von Business plus aus per Klick in die Bestandsführungssysteme der Versicherer einzuschalten. Allerdings müssen noch viel mehr Versicherer hier aktiv werden. Die BCA jedenfalls ist jederzeit handlungsfähig, diese BiPro-Türen zu zu öffnen, um die Prozesse zu optimieren und Verwaltungsaufwände aus dem Weg schaffen.
 
VSP: Wie haben Sie das Problem des Datenimportes vom Versicherer gelöst?

Krienke: Wir sind in der Lage, Versicherungsdaten aller Versicherungsunternehmen in unsere Systeme einzulesen. Eigens entwickelte Übersetzungsprogramme machen die Daten für uns weiterverarbeitbar und wir stellen sie unseren Maklern in der Bestandsführungsansicht der VersicherungsVertragsVerwaltung en detail zur Verfügung. Unserer besonderer Service: Sowohl die automatisierte Einspielung der Daten als auch die manuelle Eingabe von Verträgen ist möglich.
 
VSP: Was können die Versicherer tun, um den Datenaustausch mit Pools und Maklern zu verbessern? 

Krienke: Sich nach den GDV-Standards richten und sukzessive die BiPro-Normen umsetzen.
 
VSP: Kann eine strukturierte Vermittlerabrechnung für Vertriebe abgebildet und erstellt werden?

Krienke: Ja, zum Beispiel können Maklerhäuser mit Angestellten die Provisionsdaten für jeden Beschäftigten individuell einstellen und damit jede Unterhierarchie automatisiert abrechnen.
 
VSP: Kann ein Vermittler ohne Medienbruch von der Tarifierung bis zum Abschluss eines Versicherungsvertrages alle Schritte durchführen?

Krienke: Grundsätzlich ja. Voraussetzung ist immer, dass alle Prozessbeteiligten (Analyseprogramme, Vergleicher, Versicherer) die entsprechenden Schritte abbilden.
 
VSP: Welche Bestandsauswertungen können vorgenommen werden? 

Krienke: Zunächst einmal die Anzeige der Versicherungsverträge (Diese wird, da sehr aufwändig, sukzessive ausgebaut) und die Nutzung eines „Abfragegenerators“; dort stehen bestimmte Standardabfragen zur Verfügung, weitere Abfragen werden folgen. Gern nehmen wir dabei Hinweise unserer Partner auf.
 
VSP: Haben Sie Pläne für Erweiterungen?

Krienke: Systematisches Innovationsmanagement ist bei der BCA Vorstandsaufgabe. Wir haben viele Ideen, um zunächst aktuelle Projekte wie die bereits genannten fertigzustellen; und danach haben wir noch viele weitere in petto.
 
Mehr zu BCA Business Plus finden Sie hier.

Foto: BCA

von Oliver Lepold Zurück zur Newsübersicht

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