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Die zehn spektakulärsten Software-Fehler 2013


06.02.2014  |  Beratung, Vergleich

Zu den schlimmsten Software-Fehlern des Jahres gehört auch ein Versicherungssoftware-Problem, das die USA wochenlang beschäftigte. Eine Umfrage der SQS Software Quality Systems AG, weltweit größter Spezialist für Software-Qualität, hat die Top-IT-Pannen des vergangenen Jahres eruiert.
 
Finanzdienstleistungs- und Versicherungssoftware-Pannen schafften es dabei auf Rang Eins und Sechs des Rankings. Die Top 10 der Software-Fehler 2013 weltweit sind laut der SQS-Umfrage:
 
1. Start von "Obamacare": Software schluckt ein Drittel der Versicherungsanträge
 
Die politisch hoch kontroverse Krankenversicherung "Obamacare" in den USA schlug bei ihrem Start erneut hohe Wellen. Das für die Umsetzung der Versicherung zuständige Gesundheitsportal sah sich im vergangenen Herbst gleich mehrfach Kritik an seiner Software ausgesetzt. Der gravierendste Mangel: Rund ein Drittel der Versicherungsanträge konnte zunächst nicht weiter verarbeitet werden. Aufgrund von Software-Fehlern blieben die im Portal ausgefüllten Antragsformulare liegen und erreichten die zuständigen Versicherer nicht.
 
2. Fast-Blackout des nationalen Stromnetzes in Österreich
 
Eine einfache Zählerstandabfrage hat das österreichische Stromnetz im Mai vergangenen Jahres an den Rand eines völligen Zusammenbruchs gebracht und damit auch Stromnetze in anderen europäischen Ländern gefährdet. Dabei hatte sich zunächst ein Steuerungsbefehl bei der Inbetriebnahme eines neuen Erdgas-Leitsystems in Süddeutschland in das Steuerungssystem der europäischen Stromnetze verirrt, sich dort multipliziert und dadurch den Strombetrieb fast zum Absturz gebracht.
 
3. Private Daten von sechs Millionen Mitgliedern eines sozialen Netzwerks weitergegeben
 
Die Software-Panne, die 2013 die meisten Schlagzeilen produzierte, geht auf das Konto eines der weltweit führenden sozialen Netzwerke. Dabei gelangten die privaten Kontaktdaten von rund sechs Millionen seiner Mitglieder in Umlauf. Ihre E-Mail-Adressen und Telefonnummern waren für etwa ein Jahr auch für Unbefugte einsehbar.
 
4. Deutsche Universität "entlässt" 48.000 Studenten und Mitarbeiter
 
"In zwölf Tagen wird Ihr Login gesperrt. Dies geschieht, weil Sie als Student exmatrikuliert worden sind, als Mitarbeiter Ihr Vertrag geendet hat oder die Gültigkeit Ihres Gastlogins abläuft." Diese E-Mail erhielten 37.000 Studenten und 11.000 Mitarbeiter einer großen deutschen Universität an einem Sonntagmorgen letzten Jahres. Ein Software-Fehler im Rechenzentrum der Universität zeichnete für diese Fehlinformation verantwortlich.
 
5. Vorbereitung auf SEPA: Banken überweisen Geldbeträge doppelt
 
Bei Tausenden von Kunden überwies ein regionaler Bankenverbund in Deutschland Geldbeträge doppelt. Betroffen waren die Daueraufträge der Kunden. Zudem führten die Geldinstitute viele Überweisungen nicht am ursprünglich festgelegten Bearbeitungstag aus. Ursache war ein Software-Fehler in einem neuen Programm, das die Konten auf den neuen Standard des einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrs (SEPA) umstellte.
 
6. Handel an der US-Börse Nasdaq für drei Stunden lahmgelegt
 
Rund drei Stunden ging beim Options- und Aktienhandel an der New Yorker Nasdaq nichts mehr. Software-Fehler sorgten im vergangenen August zweieinhalb Stunden nach Börsenstart für diesen Totalausfall. Ausgangspunkt der Probleme war der sogenannte "Securities Information Processor", der die Aktienkurse mit anderen Börsen austauscht. Während des Stillstands fror der Börsenbetreiber alle Kurse und Notierungen vorübergehend ein.
 
7. Neuer Hochgeschwindigkeitszug kommt zwei Jahre verspätet aufs Gleis

 
Ein großer europäischer Bahnbetreiber musste auf 16 neue Hochgeschwindigkeitszüge rund zwei Jahre länger warten als ursprünglich mit dem Hersteller vereinbart. Die bestellten Hightech-Züge einer neuen Baureihe verspäteten sich unter anderem dadurch, dass ein Software-Fehler die fristgemäße Abnahme durch die Behörden verzögerte. Der Fehler in der Zugsteuerung sorgte dafür, dass sich die Bremsen nur mit einer Verspätung von einer Sekunde aktivieren ließen.
 
8. Hunderte Flugausfälle und -verspätungen durch Telefon-Crash
 
Nachdem ein Software-Fehler das interne Telefonsystem einer großen europäischen Luftsicherheitszentrale lahmlegte, kämpften Passagiere und Fluggesellschaften mit erheblichen Verspätungen. Hunderte Flüge mussten ganz ausfallen. 1.300 Flüge und damit 8 Prozent des europäischen Luftverkehrs wiesen zum Teil mehrstündige Verspätungen auf.
 
9. Millionen von Kunden ohne Telefon- und SMS-Services
 
Sechs bis sieben Millionen Kunden eines nationalen Telefonanbieters mussten im Oktober vergangenen Jahres vier bis fünf Stunden lang ganz auf Mobiltelefonate und Textnachrichten verzichten. Wegen eines Software-Fehlers wurden die Schaltrelais des Telefonnetzes vorübergehend mit Netzwerksignalen überflutet.
 
10. Neue Logistik-Software bremst Ersatzteile fürs Auto aus
 
Die Werkstattkunden eines großen deutschen Autoherstellers mussten sich im vergangenen Jahr zum Teil wochenlang gedulden bis sie die benötigten Ersatzteile erhielten. Grund war eine Software-Umstellung im zentralen Logistiksystem des Autounternehmens. In den Tagen und Wochen nach der Umstellung baute sich ein Lieferrückstand von bis zu 200.000 Einzelteilen auf.
 
Weitere Informationen unter: www.sqs.com

Foto: Fotolia

von OL Zurück zur Newsübersicht

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