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Fragen anlässlich des BiPRO-Tags 2015


10.07.2015  |  Interviews

VSP:

Herr Glüer, als langjähriger Kenner des Marktes und der Schnittstellenproblematik zwischen Beratern auf der einen Seite und Produktgebern, etwa Versicherern, auf der anderen Seite haben Sie einen guten Einblick.

 

Wie sehen Sie die Situation von BiPRO heute?

 

 

Glüer:

Wir, die Brokadata AG, arbeiten seit über 20 Jahren an einem zeitgemäßen Datenaustausch zwischen Vermittlern, Pools und Versicherern. Deshalb

sind wir auch Mitglied der ersten Stunde bei BiPRO. Die Probleme, die den Datenaustausch der Marktteilnehmer erschweren, sind seit der Diebold-Studie von 1988 bekannt und haben sich seither kaum verändert.

Die bereits ausgearbeiteten und verabschiedeten BiPRO-Normen sind schon eine gute Basis, werden allerdings noch von zu wenigen Versicherern tatkräftig unterstützt. Was für mich teilweise unverständlich ist. Technisch sind die Probleme lösbar.



VSP:
Welche Lösungen sehen Sie aktuell?

Glüer:
Um zu zeigen, wie es funktionieren kann, haben wir – vorerst noch teilweise individuell proprietär – mit verschiedenen Anbietern den Datenaustausch von Korrespondenz-, Vertrags- und Kundendaten, Schadeninformationen, Provisionsabrechnungen und Bestandsdaten für unsere System aber auch mit offenen Schnittstellen realisiert. So können wir pragmatisch die Normen nachziehen, wenn es dafür genügend Partner gibt. In der Zwischenzeit ergibt sich bereits ein hoher Nutzen für alle Beteiligten. Unser Lösungsangebot lässt sich ebenfalls in bestehende Plattformen integrieren.


VSP:
Das sind ja gute Nachrichten, für alle die kurzfristig eine Lösung suchen! Welche Lösungen sehen Sie in der nahen Zukunft?

Glüer:
Kurz- und mittelfristig gibt es nur den proprietären Weg als „Industriestandard“. Das bedeutet, die vorhandenen Daten und Dienste der Anbieter in den vorliegenden Formaten und Ausprägungen zu nutzen und diese mit Hilfe von Interworking-Diensten in ein einheitliches Format zu bringen. Wir haben mit ausgewählten Teilnehmern ein solches Konzept bereits im Einsatz und bieten an, diese Lösung auf eine breitere Basis zu stellen. Die meisten Anbieter haben heute in ihren Extranets entsprechende Dienste in Betrieb. Diese gilt es pragmatisch zu nutzen und in ein einheitliches Format zu bringen. Ich bin sicher, dass auch unsere Kollegen MVP-Hersteller solche Schnittstellen sehr schnell unterstützen werden. Einbeziehen kann man in dieses Konzept auch die Beratungstechnologien, die heute durch den Arbeitskreis „Beratungsprozesse“ bereitgestellt werden.



VSP:
Was ist ihre persönliche Vision, wo könnte es idealer Weise hin gehen?

Glüer:
Der ideale Weg ist natürlich immer die allseits akzeptierte einheitliche Norm so, wie die BiPRO sie anstrebt. Aus meiner Sicht können pragmatische, jetzt einsetzbare Technologien diese Normenbildung beflügeln und den Weg dorthin beschleunigen.



VSP:
Vielen Dank, Herr Glüer, für das überaus interessante Interview und Ihre persönliche Sichtweise auf das Thema BiPRO und Schnittstellen. Schön, dass Sie jetzt schon solch weitgehenden Lösungen für die Schnittstellenproblematik mit und ohne BiPRO-Normen liefern können und bereits die Weichen für zukünftige Lösungen stellen können.



 

Brokadata Software- und Systemhaus für Finanzdienstleistungen AG

Wiesenstr. 21a, 40549 Düsseldorf

Telefon: +49 (0) 211 97903-0

Telfax: +49 (0) 211 97903-20

Internet: http://www.brokadata.com 

E-Mail: info@brokadata.com



von Georg Mörtter Zurück zur Newsübersicht

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