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IT-Fachmesse: Agilität in der Software-Entwicklung als Herausforderung für die Assekuranz


10.12.2013  |  Beratung, Verwaltung, Vergleich

Zum fünften Mal fand am 26. und 27. November 2013 der Messekongress „IT für Versicherungsunternehmen" der Versicherungsforen Leipzig statt. Mit 30 Ausstellerunternehmen und 25 Fach- und Diskussionsforen verzeichnete der Kongress in diesem Jahr Rekordzahlen.

Über 240 Teilnehmer debattierten an den zwei Tagen im Congress Center Leipzig des Messekongresses unter anderem über IT-Lösungen in Bezug auf Versicherungs-Kernsysteme, über die IT-seitige Vertriebsunterstützung sowie über Innovationen durch IT. Die fachliche Leitung hatten Professor Dr. Volker Gruhn, Universität Duisburg-Essen und Dr. André Köhler, Geschäftsführer der Softwareforen Leipzig.

Eines der Top-Themen war die Agilität in der Softwareentwicklung. Als Bindeglied zwischen den Fachabteilungen nimmt die IT heutzutage in Unternehmen eine entscheidende Rolle ein. Trends wie Digitalisierung, zunehmende Mobilität oder Cloud Computing drängen IT- Abteilungen sich flexibel und anpassungsfähig zu zeigen. Hohe Ansprüche an den Datenschutz und die Langfristigkeit des Geschäftes erfordern jedoch konstante Prozesse und Strukturen.

Oftmals ist es von der Größe der IT-Abteilung abhängig, ob agile Strukturen funktionieren können oder ob man auf klassische Entwicklungs- und Betriebsmethoden setzt. Das Problem dabei: Agilität ist für die konservativ geprägte Versicherungswirtschaft bisher nicht in allen Situationen möglich. Um schneller auf ein sich wandelndes Umfeld reagieren zu können, plädiert etwa Professor Dr. Volker Gruhn für ein hybrides Modell, das sowohl Anteile agiler Prozesse als auch klassischer phasengetriebener Entwicklung besitzt. Sein Fazit: Individuelle Lösungen müssen gefunden werden, um Agilität ausbalanciert in der Unternehmens-IT zu nutzen. Nicht alles, was digitalisiert werden kann, müsse auch digitalisiert werden. Gruhn betonte, dass Agilität Auswirkungen auf das Rollenverständnis der IT innerhalb des Unternehmens hat und so zunehmend zum Mitbestimmer avanciert.

Laut Dirk Böhme, Leiter IT der ERGO Direct, kann IT mitverantwortlich für die Umsetzung der Unternehmensziele sein. Umgekehrt können jedoch nicht alle Geschäftsziele in IT-Zielsetzungen übersetzt werden. Des Weiteren sind allgemeine Qualitätsziele, wie Verfügbarkeit und Performance entscheidend. Immer wichtiger wird Böhme zufolge die Adaptionsfähigkeit: Es lässt sich nicht voraussagen, welche Aufgaben in Zukunft wichtig sein werden, doch die IT-Abteilungen müssen dafür gerüstet sein.

Erfahrungsberichte zum Thema „agile IT" kamen beispielsweise von BiPRO e.V. und aus dem Haus der Allianz. Frank Schills, Präsident des BiPRO e.V., sieht die Branche unter Druck. Er unterstreicht jedoch, dass die aktuellen Marktentwicklungen, wie etwa die Digitalisierung, auch Chancen darstellen. Es komme darauf an, Normen zu etablieren, die sowohl die Anforderungen als auch das Potenzial dieser Transformationsprozesse berücksichtigen.

Michael Schäfer, Scrum Coach der Allianz, zeigt hingegen auf, warum man sich auch guten Gewissens gegen agile IT-Entwicklung entscheiden kann. Zugunsten von Qualitätsstandards sei es manchmal unabdingbar, zu altbewährten Lösungswegen zurückzukehren oder klassische und agile Elemente parallel zu betreiben und die Ergebnisse zu synchronisieren.

Fazit des Messekongress: IT-Prozesse und -Infrastrukturen müssen zu der Unternehmens- Kommunikationskultur passen. Gerade bei großen Versicherungsunternehmen mit über Jahre gewachsenen IT-Umgebungen ist es nicht einfach, flexible Strukturen bereitzustellen, die Agilität ermöglichen. Die IT steht daher vor der großen Herausforderung, vielfältige Anforderungen und Bedürfnisse der verschiedenen Fachabteilungen zu bedienen und gleichzeitig einen reibungslosen Betrieb der Systeme zu gewährleisten. Ob dies mit flexibler IT möglich ist, muss individuell entschieden und getestet werden. In jedem Fall haben Versicherer erkannt, dass sie für aktuelle und zukünftige Herausforderungen gerüstet sein müssen, Veränderungen jedoch nicht von heute auf morgen geschehen können.

Weitere Informationen: www.assekuranz-messekongress.de/it

von OL Zurück zur Newsübersicht

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